Beratung

Konzept zur Beratung

Unsere Gesellschaft steht zur Zeit vor großen Veränderungsprozessen, so dass für die Schulen neue Herausforderungen und Entwicklungsaufgaben sowohl in gesellschaftlich-sozialer als auch in struktureller Hinsicht warten.

Eine wesentliche Aufgabe besteht weiterhin darin, die SchülerInnen in ihren Fachkompetenzen sowie in ihrer persönlichen Entwicklung noch stärker auf individuelle Art und Weise zu fördern.

Um dieses Ziel in Schule umzusetzen, bedarf es u.a. eines geeigneten Beratungskonzepts, das für eine fundierte und systematische Beratung innerhalb der Schule die schulinternen Kompetenzen sowie die professionellen externen Beratungsmöglichkeiten nutzt und sinnvoll miteinander verknüpft. 

 

Das Beratungskonzept ist Bestandteil des Schulprogramms und beinhaltet die folgenden Ziele:

 

  • UnterstĂĽtzung von SchĂĽlerInnen, Eltern und KollegInnen bei der Lösung von Problemen
  • Systematisierung und Koordination bestehender Beratungsangebote
  • Verdeutlichung von Beratungskompetenzen
  • Vernetzung von inner- und auĂźerschulischen Beratungsangeboten
  • Zusammenarbeit mit auĂźerschulischen Beratungseinrichtungen und Institutionen (Kindergärten, Schulen, Familienberatungsstellen, etc.)

Die verschiedenen Bereiche im Beratungssystem der HVRS:

Beratung durch die KlassenlehrerInnen

  • fachbezogene Lernberatung
  • klassenbezogene Beratung
  • Beratungsgespräche ĂĽber die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit der SchĂĽlerInnen
  • Beratung und UnterstĂĽtzung der ElternpflegschaftsvertreterInnen
  • Zusammenarbeit mit auĂźerschulischen Beratungsinstitutionen (Jugendamt, Nachhilfeschule, Beratungsstellen etc.)

Beratung durch die FachlehrerInnen

  • fachbezogene Lernberatung
  • Leistungsstand, Leistungsbewertung, Arbeits- und Sozialverhalten

Beratung durch die SV-LehrerInnen

Stand: August 2015: Frau Saalfeld und Frau Eickhoff

  • AnsprechpartnerInnen bei Problemen oder in Konfliktfällen

Beratung durch die BeratungslehrerInnen

Stand: August 2015: Frau Heppner, nach Absprache

  • Lernberatung
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Klassenbezogene Beratung
  • Beratung von Eltern
  • Beratungsstelle HerbstmĂĽhle, Frau Balkenhol (mittwochs, Stand: August 2014)/Besuche vor Ort durch Jg. 6
  • Suchtberatungsstelle der Caritas
  • Polizei
  • Agentur fĂĽr Arbeit, Frau Beinghaus (nach Absprache, Stand: August 2014)
  • Jugendamt, Frau Dalmus (Stand: August 2014)
  • Alice-Salomon-Förderschule, Kompetenzzentrum, Herr Masurek (Mo - Do, Stand: August 2014)
  • Jugendzentrum
  • OBK, Antiaggressionstraining

Die BeratungslehrerInnen an der RSW

Die BeratungslehrerInnen sind AnsprechpartnerInnen fĂĽr SchĂĽlerInnen, Eltern, LehrerInnen und Schulleitung. Sie sind ausgebildet und werden innerhalb der Schule in den Bereichen Schullaufbahnberatung, Einzelfallhilfe und Systemberatung eingesetzt.

Aufgaben der BeratungslehrerInnen

  • regelmäßige Beratungstätigkeit
  • Konfliktmoderation mit SchĂĽlerInnen, Eltern und KollegInnen
  • evtl. Vermittlung an andere Beratungsinstitutionen
  • Erstellung und Evaluation des schulischen Beratungskonzepts
  • kooperative Zusammenarbeit mit anderen Beratungseinrichtungen

a) Lernberatung

  • AnsprechpartnerInnen fĂĽr SchĂĽlerInnen, Eltern, LehrerInnen, Schulleitung
  • Methoden, Arbeitstechniken

  • Lern- und Verhaltensbesonderheiten (LRS, Dyskalkulie, ADS, Stress, Konzentration, ...)
  • Diagnostik, Förderplanung

b) Persönlichkeitsentwicklung

  • UnterstĂĽtzung bei originellem Verhalten (Konzentration, Mobbing, etc.)
  • Konfliktberatung
  • Krisenintervention
  • Sucht (Alkohol, Haschisch, etc.)
  • Essstörungen

c) Klassenbezogene Beratung

  • Lerngruppenorganisation
  • soziales Lernen in Klassen
  • interkulturelle Erziehung
  • geschlechtsspezifische Erziehung
  • Konfliktberatung/ Mediation

d) Beratung von Eltern

  • Lernschwierigkeiten
  • Erziehungsprobleme

Weitere Bestandteile des Beratungskonzepts an der HVRS

Das soziale und emotionale Lernen bildet eine wesentliche Voraussetzung für die Lern- und Leistungsbereitschaft der SchülerInnen. Dies wird an der Realschule Wipperfürth durch verschiedene Schwerpunktbereiche gezielt gefördert. Weitere Bereiche sind selbstverständlich die individuelle Lernförderung sowie die Schullaufbahn- und Berufsberatung:

Begabtenförderung und Förderkonzepte

An der HVRS Wipperfürth besteht ein systematisches und individuell abgestimmtes Förderkonzept für alle Hauptfächer, das ständig weiterentwickelt und evaluiert wird.

Im Rahmen der Begabtenförderung können SchülerInnen an Wettbewerben (z.B. Deutscholympiade, Sprachwettbewerbe etc.) oder auch an externen Prüfungen (DELF, Cambridge) teilnehmen.

Schullaufbahn- und Berufsberatung

  • Beratung bei Schulwechsel
  • Berufsberatung/Kompetenzcheck, Herr Trompetter und Team
  • Organisation der Berufspraktika, Herr Trompetter und Team
  • Informationen zu den weiterfĂĽhrenden Schulen
  • Informationen zur gymnasialen Oberstufe
  • Beratung zu AbschlĂĽssen und alternativen Bildungsgängen
  • Organisation von Berufsmessen

Training soziales Lernen

Innerhalb der EVA-Trainingsspiralen finden spezielle Trainingstage zum sozialen Lernen statt. Dies dienen der Verbesserung der Klassengemeinschaft, dem Konflikttraining und der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit (z.B. TS Gruppenarbeit, TS Teamtraining).

Patenschaften

SchülerInnen der Klassen 10 übernehmen Patenschaften für eine Klasse der Jahrgangsstufe 5 und unterstützen damit die KlassenlehrerInnen. Durch ihre Tätigkeit fördern sie das gegenseitige Kennenlernen und das Zusammenwachsen als Klassengemeinschaft.

SchĂĽlerInnen helfen SchĂĽlerInnen - Tutorenprogramm

SchülerInnen der Klassen 9 und 10 übernehmen eine Tutorenschaft für SchülerInnen der Klassen 5 und 6. Über einen Zeitraum von mindestens zehn Wochen unterstützen die älteren SchülerInnen die jüngeren bei Lerndefiziten in den Hauptfächern bzw. in lernorganisatorischen Fragen.

Emanzipatorische Mädchenförderung

In der Jahrgangsstufe 8 nehmen alle Mädchen an einem ca. zweimonatigen Präventionskurs teil. Inhaltlich geht es vor allem um die Stärkung des Selbstbewusstseins, um den Umgang mit sexuellen Übergriffen und dem Erlernen von Selbstverteidigungstechniken. Außerdem erhalten die Mädchen ausführliche Informationen von einem Kriminalbeamten. Der Kurs wird durch Frau Otte-Jünger geleitet.

Emanzipatorische Jungenförderung

Neu entsteht nach den Herbstferien '11 ein Jungenförderungskurs im Bereich der Emanzipatorischen Jungenarbeit. Nähere Informationen folgen. Herr Harrer leitet den Kurs.

Streitschlichtung

SchülerInnen der Klassen 9 werden als StreitschlichterInnen ausgebildet und übernehmen in der 10 Klasse die Mediation von Konflikten für ihre MitschülerInnen. Diese Streitschlichtung dient dazu, die konstruktive Lösung eines Konfliktes zu begleiten, damit die betroffenen SchülerInnen eigenverantwortlich und mit Einfühlungsvermögen ihre Konflikte selbstständig lösen können. Dabei geht es darum, eine Lösung zu finden, in der beide Konfliktparteien als Gewinner hervorgehen.

In einzelnen Fällen kann es auch eine Klassenmediation geben, die dann aber von einer Lehrkraft begleitet wird. Schlichterlehrer sind Frau Berster, Frau Köster und Frau Biesenbach.

Kollegiale Fallberatung

An der Realschule werden nach einer extensiven Fortbildung im Frühjahr 2011 regelmäßige Sitzungen zur kollegialen Fallberatung durchgeführt.

Beratung für Lehramtsanwärter

Das vorliegende Beratungskonzept gibt einen Ăśberblick ĂĽber die inhaltlichen Schwerpunkte der Referendarsausbildung an der Realschule WipperfĂĽrth.

Eine wesentliche Grundlage der Ausbildung sind die für den Vorbereitungsdienst im Studienseminar formulierten ‚Kompetenzen und Standards’, die sich an den folgenden Lehrerfunktionen orientieren :

  1. Unterrichten: grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Methoden adressatengerecht vermitteln,
  2. Erziehen: die Entwicklung einer mündigen und sozial verantwortlichen Persönlichkeit fördern,
  3. Diagnostizieren und Fördern: Lernnotwendigkeiten diagnostizieren und Schülerinnen und Schüler entsprechend fördern,
  4. Beraten: UnterstĂĽtzung und Anregungen zu Lernprozessen und Entwicklungsprozessen geben,
  5. Leistung messen und beurteilen: Verfahren der Leistungsmessung sinnvoll anwenden, Leistungen sachgerecht beurteilen, rĂĽckmelden und dokumentieren,
  6. Organisieren und Verwalten: Qualität schulischer Arbeit durch engagierte Beteiligung und effektive Arbeitsorganisation verbessern,
  7. Evaluieren, Innovieren und Kooperieren: schulische Arbeit ĂĽberprĂĽfen und berufliche Kompetenzen weiterentwickeln.

Im Verlauf der Referendarsausbildung an der Realschule Wipperfürth werden die Referendarinnen und Referendare zum zunehmend eigenständigen Unterrichten und zur Mitwirkung am Schulleben angeleitet. Zudem soll die Beratung bei Hospitationen im betreuten und selbständigen Unterricht sichergestellt werden.

Durch eine individuelle Beratung sollen Referendarinnen und Referendare dazu ermutigt und befähigt werden, ihren eigenen Ausbildungsbedarf und ihre Ziele mitzuformulieren und ihre Ausbildung so letztlich eigenverantwortlich zu gestalten. Grundlegendes Prinzip des Beratungskonzepts der Realschule Wipperfürth ist also nicht eine 'Angebotsorientierung', sondern eine 'Nachfrageorientierung'.

Der Ausbildungskoordinator (AKO) hat die Funktion der Vermittlung zwischen Schule und Studienseminar. Er entwickelt in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Fachkolleginnen und Fachkollegen und in Abstimmung mit dem Seminar das Beratungskonzept und passt es den aktuellen BedĂĽrfnissen an.

Mit Hilfe des Beratungskonzepts werden die Inhalte, die das Seminar mehr theoriegeleitet vermittelt, aus schulpraktischer Sicht dargestellt und ergänzt. Somit können ausbildungsrelevante Themen aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt werden. Die Ausbildungselemente in Studienseminar und Schule sind über das Beratungskonzept eng miteinander verzahnt. Diese Absprachen garantieren, dass das schulische Begleitprogramm Ausbildungsinhalte des Seminars nicht wiederholt oder diesen vorgreift.

Die Gesamtausbildung ist in drei Ausbildungsabschnitten eingeteilt und steht unter folgenden Oberbegriffen:

  1. Ausbildungshalbjahr: Orientierung / EinfĂĽhrung und Erprobung
  2. Ausbildungshalbjahr: Professionalisierung und Individualisierung
  3. und 4. Ausbildungshalbjahr: Konsolidierung und PrĂĽfung

Die Aktivitäten des Ausbildungskoordinators konzentrieren sich im 1. Ausbildungshalbjahr in enger Kooperation mit der Schulleitung vornehmlich auf Aspekte, die Referendarinnen und Referendare auf den Bedarfsdeckenden Unterricht (BdU) vorbereiten. Die Aspekte des schulischen Ausbildungsprogramms verlagern sich im 2. und 3. Ausbildungshalbjahr auf die Ebenen der intensiven Hilfestellung für den Ablauf des BdU und der individuellen Betreuung und Beratung in konkreten Belastungs- und Konfliktsituationen. Außerdem werden im 4. Ausbildungshalbjahr Beratungshilfen und Unterstützung für die Durchführung der Examensprüfung angeboten.

Regelmäßige Sitzungen von Ausbildungskoordinator und Referendarinnen und Referendaren über den gesamten Verlauf der schulischen Ausbildung erscheinen sinnvoll. Neben den auf den nächsten Seiten aufgeführten Schwerpunkten können besonders aktuelle Probleme bzw. Erfahrungen aus der Unterrichtspraxis besprochen werden.

1. Halbjahr

 

• Einführung in die Rahmenbedingungen der Realschule Wipperfürth

 

• Lehrerrolle in Theorie und Praxis

 

• Hausinterne Curricula

 

• Aufgaben und Pflichten einer Lehrerin /eines Lehrers

  • BASS / Amtsblatt

  • Kooperation Fach- und Klassenlehrer

  • Aufsichtspflicht

  • Funktionsstellen

  • Klassenbuch

  • Notendokumentation

 

  • schulische Terminplanung

  • Wandertage und -fahrten

  • Vertretungen

  • OrdnungsmaĂźnahmen

  • Krankmeldung

  • Hausordnung

 

• Schulorganisation

  • Dienstordnung

  • Aufgabenverteilung

  • KlassenbĂĽcher, KursbĂĽcher

  • Vertretungsplan

 

  • Aufsichten

  • Klassenarbeiten

  • Aufgaben des Sekretariats

 

 

• Erstellung, Korrektur und Bewertung schriftlicher Lernerfolgskontrollen

 

• Einführung ins Medienkonzept und Technik

  • Medien

  • PC-Räume / Notebook-Wagen

  • Software

  • Beamer

 

 

• Vorbereitung auf den Bedarfsdeckenden Unterricht (BdU)

  • rechtliche Aspekte (OVP)

  • Organisation: Mentoren / Begleitung durch Fachlehrer

 

 

 

 

 

2. Halbjahr

 

• Mentoren für BdU

  • ausgewählte, erfahrene Fachkollegen/innen, die in parallelen Lerngruppen unterrichten: Beratung in Reihenplanung, Erstellung von Klassenarbeiten / Bewertungsschemata, Hilfestellung bei Konfliktgesprächen etc.)

  • (Begleitung durch Fachlehrer)

 

• Erfahrungen mit dem BdU

  • Austausch ĂĽber Unterrichtserfahrungen

  • Umgang mit Konfliktsituationen

  • Zeitplanung

 

• Effektive Unterrichtsvorbereitung

  • Didaktik

  • Methodenvielfalt

  • Evaluation

 

• Gesprächsführung in Beratungssituationen

  • Elternsprechtag

  • Klassenpflegschaftssitzung

  • Lernberatung

  • Schullaufbahn

  • Grenzen der schulischen Beratungsarbeit, auĂźerschulische Beratungseinrichtungen (Angebote des Jugendamts, schulpsychologische Beratungsstelle etc.)

 

• Arbeitsformen unterschiedlicher Konferenzen

  • Fachkonferenz

  • Lehrerkonferenz

  • Erprobungsstufenkonferenz

  • Schulkonferenz

  • Klassenkonferenz

 

 

• Erprobungsstufe (Jhg. 5/6)

  • Ăśbergang Grundschule - Realschule

  • bes. Situation der SchĂĽler/innen und Lehrer/innen in der Jahrgangsstufe 5 (Klassenlehrerposition, Klassenämter, Förderunterricht)

  • EVA (Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen)

  • Versetzungsverfahren am Ende der Erprobungsstufe

 

 

• Mittelstufe (Jhg. 7-10)

  • Differenzierung (WP-Bereich ab Jhg. 7)

  • Versetzungsbestimmungen

  • Zentrale AbschlussprĂĽfungen

 

  • Lernstandserhebungen

  • Projekte, z. B. Suchtprophylaxe (Jhg. 7), Gewaltprävention (Jhg. 8)

 

 

• Examensarbeit

  • Themen mit schulrelevantem Bezug

 

 

 

3. Halbjahr

 

• Schulprogramm

 

• Arbeit der Schülervertretung

  • Organisation, Rechtsgrundlagen

  • Aufgabenbereiche

  • SV-Verbindungslehrer/in

  • SchĂĽlerzeitung

 

• Außerunterrichtliche Projekte

  • Internationale Begegnungen (Frankreich, USA, ...)

  • Berufspraktika / Berufsorientierung (Jhg. 9)

  • Freiwillige Arbeitsgemeinschaften

  • Tag der offenen TĂĽr

  • Schul(sport)feste (Winterbundesjugendspiele, Ballsportturniere, Sportfest)

  • SchĂĽler-Streitschlichter

 

 

 

 

 

4. Halbjahr

 

• Mitwirkung der Eltern, Schüler und Lehrer

  • SchMG

  • Klassen- und Schulpflegschaft

  • Praktische Formen der Zusammenarbeit von Eltern und Schule

  • Lehrerrat

 

• Außerschulische Beratungseinrichtungen

  • Schulpsychologischer Beratungsdienst (HerbstmĂĽhle)

  • Jugendamt

  • Drogenberatungsstelle

  • Berufsinformationszentrum (BIZ / Bergisch Gladbach)

 

• Examensvorbereitung

  • Themen des Kolloquiums aus schulpraktischer Sicht 

 

Eine Orientierungshilfe zur Strukturierung von Unterrichtsnachbesprechungen

Schritt 1 „Austausch der Wahrnehmungen“

Der Lehramtsanwärter/die Lehramtsanwärterin äußert sich zur Stunde. Dieser Schritt dient u.a. auch der Entlastung des/der Lehramtsanwärter/-s/-in. Es wird noch keine differenzierte Kritik erwartet, da zu diesem Zeitpunkt noch wenig Distanz zur Stunde gegeben ist.

Schritt 2 „Analyse der Stärken des unterrichtlichen Handelns“

Die Beteiligten äußern ihre Eindrücke von der Unterrichtsstunde und benennen dabei Stärken und Schwächen des unterrichtlichen Handelns. An dieser Stelle sollen die Stärken durchaus erläutert werden. Die kritischen Aspekte sollen mit Blick auf die Schritte 3 und 4 zwar benannt, aber noch nicht ausführlich diskutiert werden.

Schritt 3 „Festlegung der Gesprächsgegenstände und ggf. Schwerpunktsetzungen“

Die Beratungsschwerpunkte werden zunächst gesammelt. Zuerst benennt der/die Lehramtsanwärter/-in Gesprächs- bzw. Beratungsgegenstände, die durch die verschiedenen Ausbilder/-innen, AKO /-in, Mentor/-in, Fach-/Hauptseminarleiter/-in, Schulleiter/-in ergänzt werden. Möglicherweise müssen gemäß Ausbildungsstand/–erfordernis Schwerpunkte gesetzt werden.

Schritt 4 „Beschreibung, Analyse der Stärken und Entwicklung von alternativen Handlungsmöglichkeiten“

Die Beratungsaspekte werden nacheinander abgearbeitet, d.h. Beschreibung sowie Analyse der jeweiligen Schwäche und Erarbeitung alternativer Handlungsmöglichkeiten. Es geht dabei sowohl um die Selbstevaluation der/des Lehramtanwärter/-in/-s als auch um das Einbringen von Expertenwissen der Ausbilder/-innen.

Schritt 5 „Fazit“

Am Ende des Beratungsgesprächs soll ein Fazit die Stärken und die Schwächen noch einmal deutlich hervorheben und konkrete Vereinbarungen für die unterrichtliche Weiterentwicklung getroffen werden. Beides wird in einem Protokoll festgehalten.

Schritt 6 „Feedback“

Zum Schluss sollten alle Gesprächsteilnehmer/-innen ein Feedback geben: Wie wurde das Gespräch bezogen auf den Inhalt, den Ablauf und die Atmosphäre erlebt? Anm.: In dieser Gesprächsphase ist darauf zu achten, dass das Gespräch nicht wieder in eine weitere Nachbesprechung mündet.